2.2.3.3. Sexualerziehung

Beschreibung/ Intention

Die Sexualerziehung ist ein unverzichtbarer Teil des gesetzlichen Erziehungsauftrages aller Schulen. Die Schülerinnen und Schüler unserer Schule erhalten die Möglichkeit, sich durch sexuelle Aufklärung grundlegendes Wissen über den männlichen und weiblichen Körper, körperliche Vorgänge und sexuelle Ausdrucksformen zu erschließen. Zudem lernen sie:

-         die eigene Intimsphäre als Bereich kennen, den sie vor Übergriffen anderer schützen müssen.
-         eigenes grenzüberschreitendes Verhalten zu erkennen und zu vermeiden.
-         sich kritisch mit den Geschlechterrollen auseinanderzusetzen.
-         dass Zärtlichkeit und Liebe in verschiedenen Partnerschaftsmodellen gelebt werden kann.
-         in Fragen der Sexualität zunehmend Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.

Sexualerziehung begleitet den Prozess zunehmender Mündigkeit durch die Vermittlung des für das Leben mit der eigenen Sexualität wichtigen Wissens. Inhalte der Sexualerziehung sind:

-         Wahrnehmung eigener Gefühle und Gefühle anderer
-         Körperpflege und Hygiene
-         Beziehung und Sexualität
-         Geschlechterrollen
-         Familie und andere Formen des Zusammenlebens
-         Sexuelle Orientierung und Identität
-         Körper und Sexualität
-         Empfängnisverhütung
-         Schwangerschaftskonflikte und Kinderlosigkeit
-         Sexueller Missbrauch und sexuelle Gewalt
-         Sexuell übertragbare Krankheiten, Hepatitis B und AIDS

Sexualerziehung findet ab der Unterstufe statt. Themenfelder sowie Kompetenzerwerb sind auf das Alter und die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler zugeschnitten. Mögliche stufenspezifische Schwerpunkte können sein:

Unterstufe

den eigenen Körper kennenlernen, sich als eigenständige Person wahrnehmen, Nähe erleben, eigene Gefühle wahrnehmen und ausdrücken können, Gefühle anderer wahrnehmen, Körperpflege

Mittelstufe und Oberstufe

Vorgänge am eigenen Körper wahrnehmen, Körperpflege, Nähe und Distanz, Freundschaft, Wünsche und eigene Bedürfnisse kennen, auf Grenzen achten, eigene Geschlechtsrolle erkennen, körperliche Veränderungen, die geschlechtliche Entwicklung kennenlernen, männlicher und weiblicher Körper, Partnerschaft, Zeugung, Verhütung, Geschlechtskrankheiten

Oberstufe und Berufspraxisstufe

verschiedene Lebensweisen achten, Umgang mit Konflikten in der Partnerschaft und Trennung, realistische Perspektiven für eigenes Erwachsensein entwickeln

Häufig findet Sexualerziehung in geschlechtshomogenen Gruppen statt, da sich in Mädchen- oder Jungengruppe Schülerinnen und Schüler zum Teil sehr viel offener auf die Inhalte der Sexualerziehung einlassen. Sexualerziehung begreifen wir als eine gemeinsame Aufgabe zwischen Schule und Elternhaus. Eltern und Betreuer erhalten Informationen über Inhalte und Medien des Sexualerziehungsunterrichts und können hierzu Stellung beziehen.

Der Bereich Sexualerziehung hängt auch mit folgenden weiteren Themen zusammen:

  • Sachunterricht
  • Individuelle Förderung
  • Individueller Förderplan

Der Bereich Sexualerziehung beinhaltet keine Unterpunkte.