2.2.5.9. Kletter AG

Beschreibung/ Intention

Die Kletter- AG findet einmal wöchentlich im Nachmittagsbereich (12:45 – 15:15 Uhr) statt und richtet sich an interessierte Schülerinnen und Schüler aller Klassen. Pro Halbjahr wird je eine altersgemischte Gruppe von 10-12 Schülerinnen und Schülern zusammengestellt und von zwei Lehrkräften und einer Unterrichtshilfe geleitet. Die AG findet im Boulderraum (Bouldern = Klettern in Absprunghöhe) des Franz-Meyers-Gymnasiums in MG- Giesenkirchen statt und beinhaltet daher auch die Hin- und Rückfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln. An jeweils zwei Terminen im Halbjahr nutzt die Gruppe die Kletterkirche in Mönchengladbach, um dort das Klettern in größere Höhen und das Klettern mit Seilsicherung (durch die geschulten Lehrkräfte) zu erleben.

Klettern stellt ein elementares Bedürfnis in der kindlichen Entwicklung dar. Aufgrund ihres städtischen Lebensumfeldes, eingeschränkter Handlungsfertigkeiten der Eltern, sowie vielfältiger Entwicklungsverzögerungen fehlen den Schülerinnen und Schülern unserer Schule in der Regel die Möglichkeiten für die Begegnung mit natürlichen Kletterangeboten. Die Integration von Kletterangeboten in den Schulsport bietet hier die Chance, zahlreiche (motorische) Eindrücke nachzuholen und die Faszination und den Spaß an der Bewegungsform des Kletterns zu erfahren. Darüber hinaus vereinigt das Klettern weitere, vielfältige Facetten des Erlebens und sich Bewegens. Anhand von körper- und bewegungsbezogenen Kletterhandlungen kann die Entwicklung unserer Schülerinnen und Schülern in vielen Bereichen unterstützt werden. Im Sinne eines mehrperspektivischen Sportunterrichts stehen im Unterricht der Kletter-AG folgende Zielperspektiven im Vordergrund: 

  • Senso- motorischer Bereich: Bewegungsfreude entwickeln; neue Bewegungsformen und -muster (u.a. Klettertechniken) entdecken, ausprobieren und einüben; Erleben und Verarbeiten vielfältiger Sinneseindrücke;
  • Emotionaler Bereich: Selbstvertrauen entwickeln durch Könnens- u. Leistungserfahrungen; Herausforderungen suchen und annehmen; Erfahrungen im Umgang mit Ängsten u. Grenzen sammeln; Frustrationstoleranz erweitern; Anstrengungsbereitschaft ausbauen
  • Sozial-Kommunikativer Bereich: Verantwortung für und Verständigung mit dem Kletterpartner erleben und üben; Vertrauen in Kletterpartner und Material gewinnen; Austausch von Erfahrungen; sich gegenseitig unterstützen und motivieren
  • Kognitiver Bereich: Erfahrungen reflektieren und mitteilen; Problemstellungen erkennen und Lösungsstrategien erarbeiten

Dem ganzheitlichen Charakter des Kletterns im Schulsport entspricht in didaktisch-methodischer Hinsicht eine handlungsorientierte, anschauliche, offene und motivierende Unterrichtsgestaltung. Diese ermöglicht es:

  • die individuellen Fähigkeiten, Bedürfnisse und Ängste der Schülerinnen und Schüler zu berücksichtigen,
  • individuelle Lernwege und Entwicklungsprozesse zu ermöglichen
  • und Auseinandersetzungen mit kontrastreichen und neuen Erfahrungen und Herausforderungen anzuregen.

Ein fest strukturierter Ablauf der Unterrichtseinheiten bietet die nötige Struktur und integriert das Aufwärmen der Muskulatur zur Bewegungserleichterung und zur Vorbeugung vor Verletzungen:

  • Warm- Up mit Laufspielen und Dehnübungen
  • Auseinandersetzung mit verschiedenen (spielerischen) Kletteraufgaben/ -problemen in festen Zweiergruppen
  • Zwischenreflexion im Hinblick auf die Kletteraufgabe
  • Freies Klettern: Anwendung von Erkenntnissen, Entwicklung u. Verfolgung individueller Kletterziele
  • Abschluss: Reflexion der Stunde, Verabschiedungsritual

Das Angebot der Kletter AG hängt u.a. auch mit folgenden Themen zusammen:

  • Bewegungserziehung/ Sport
  • Kletter-Aktionstage in der Turnhalle
  • Psychomotorik

Das Angebot der Kletter AG beinhaltet keine Unterpunkte.